The Art of Strategy und KI: Wo geht die Reise hin?
Das Zusammenspiel mit KI sieht so aus:
KI wird der Assistent sein, der Analysen liefert, Varianten durchspielt und Rohentwürfe generiert.
The Art of Strategy wird der Prozess sein, der aus diesem Material etwas Bedeutungsvolles formt.
Wie ein Bildhauer, der den rohen Block braucht, aber erst mit dem Meißel das Wesentliche freilegt.
The Art of Strategy hat aus meiner Sicht in den nächsten Jahren das Potenzial, zu einem Gegengewicht gegen eine anspruchsvolle Entwicklung zu werden.
KI produziert Strategien, die formal korrekt, konsistent und rhetorisch überzeugend sind.
Das Problem: Sie sind oft ohne Seele, ohne kulturellen Kontext und ohne echtes Risikobewusstsein. Sie sind glatt, wo Rauhigkeit gebraucht würde. Sie sind vollständig, wo produktive Lücken nötig wären.
The Art of Strategy wird bedeutsam, weil sie genau das einbringt, was KI-Strategien fehlt:
Erstens die ästhetische Intelligenz: Die Fähigkeit zu spüren, ob eine Strategie eine eigene Form hat, ob sie stimmig ist und Energie erzeugt. Das ist künstlerisches Urteilsvermögen, kein Algorithmus.
Zweitens die narrative Tiefe: Eine Strategie, die Menschen mitreißt, ist immer auch eine Geschichte. Und die beste Geschichte entsteht nicht durch Prompt, sondern durch einen Menschen, der versteht, was in einer Organisation wirklich auf dem Spiel steht.
Drittens die Mut-Dimension: Strategien unter KI-Beteiligung tendieren zur Mitte. Sie aggregieren das Bekannte. The Art of Strategy hingegen zielt auf den mutigen Strich, der die Richtung verändert. „Mutwärts“ ist dein Wort, und es beschreibt genau das.