Zwei Räder, ein Bild: The Art of Strategy trifft das Team Management System
Das Team Management System stellt seine acht Arbeitsfunktionen auf einem Rad dar. „The Art of Strategy“ tut exakt dasselbe.
Das ist keine zufällige Analogie, sondern ein tiefes strukturelles Echo: Beide Modelle teilen die Überzeugung, dass Entwicklung kein linearer Pfad ist, sondern ein Kreislauf aus Impulsen, Verdichtungen, Korrekturen und erneutem Anlauf.
Wer The Art of Strategy mit TMS verbindet, arbeitet mit zwei Rädern, die auf derselben Achse laufen.
Benno van Aerssen ist seit vielen Jahren akkreditierter TMS-Trainer.
Was TMS in den Strategieprozess einbringt
Das Team Management System identifiziert acht Arbeitsfunktionen, die für dauerhaften Erfolg wichtig sind: Promoten, Entwickeln, Organisieren, Umsetzen, Überwachen, Stabilisieren, Beraten und Innovieren.
Die entscheidende Erkenntnis dahinter ist ernüchternd und erhellend zugleich: Die meisten Menschen arbeiten nur in zwei oder drei dieser acht Funktionen gerne.
Für Strategieteams hat das unmittelbare Konsequenzen. Ein Team, das stark in Entwickeln und Organisieren ist, wird die Grundierung meisterhaft anlegen und den Strategy Cycle präzise aufbauen. Aber es wird die Vernissage als lästige Pflicht behandeln und die Inspiration Intelligence vernachlässigen.
Ein anderes Team, das in Innovieren und Promoten aufgeht, produziert brillante Vorskizzen und ein glühendes Artist Statement, übersieht aber systematisch die Schutzschicht und die roten Linien der Grundierung.
TMS macht diesen blinden Fleck sichtbar, bevor er zum strategischen Schaden wird.
Die acht Funktionen als Rollen in The Art of Strategy
Die Parallele zwischen den TMS-Arbeitsfunktionen und den dreizehn Schritten von The Art of Strategy ist zu präzise, um sie nur zu erwähnen. Sie verdient eine direkte Zuordnung:
Die Innovierer im Team sind die natürlichen Träger der ersten drei Schritte. Sie bauen Inspiration Intelligence auf, wählen den richtigen Bildträger und fertigen die Vorskizzen an, aus denen eine Richtung entsteht. Ohne sie bleibt die Strategie Verwaltung des Bestehenden.
Die Berater sind die kritische Stimme, die in Schritt 1 die ignorierten Marktsignale benennt und in Schritt 7 die Reibungsverluste zwischen den Schichten sichtbar macht. Sie sind diejenigen, die fragen, was wirklich wahr ist, nicht was man gerne hören möchte.
Die Entwickler und Organisatoren tragen die konstruktiven Schritte: Komposition anlegen, Schichten und Elemente aufbauen, den Rahmen setzen und den Strategy Cycle strukturieren. Ohne sie bleibt die Strategie ein schöner Entwurf ohne Bauplan.
Die Umsetzer bringen Schritt 11 zum Leben: das Signieren der Arbeit mit echter Verbindlichkeit zu Entscheidungsrechten und Ressourcen. Für sie ist die Vernissage nicht Abschluss, sondern Startschuss.
Die Überwacher und Stabilisierer sind die Hüter der Schutzschicht. Sie fragen, welche drei bis fünf Metriken wirklich zeigen, ob die Strategie lebt, und welche Frühwarnsignale eine Kurskorrektur anzeigen, bevor es teuer wird. Sie sind auch diejenigen, die wissen, wie erworbenes Know-how gesichert wird, damit Fehler nicht zweimal gemacht werden.
Die Promoter schließlich geben dem Artist Statement seine Strahlkraft und gestalten die Vernissage so, dass echte Neugier entsteht und nicht nur Zustimmung.
Das Verbinden als Herzstück beider Modelle
Im Mittelpunkt, als Nabe im Rad, steht das Verbinden. Die Führungskraft wird als Linking Leader verstanden, der die Teammitglieder miteinander verbindet und damit für hohe Leistungskraft sorgt.
In The Art of Strategy heißt dieses Prinzip „Übergänge schaffen“. Schritt 7 fragt explizit: Welche Verbindungen zwischen strategischen Elementen haben wir bislang als selbstverständlich vorausgesetzt, ohne sie explizit zu gestalten?
Das ist keine Koinzidenz. Beide Modelle wissen, dass das Meisterwerk nicht in den einzelnen Segmenten entsteht, sondern in der Qualität der Verbindungen zwischen ihnen.
Warum die Kombination stärker ist als jedes Modell allein
The Art of Strategy gibt einem Strategieprozess seinen kreativen Rahmen, seine Dramaturgie und seinen künstlerischen Anspruch. Es beantwortet die Frage: Was tun wir, und in welcher Reihenfolge, und mit welchem Bewusstsein?
Das Team Management System beantwortet eine andere, ebenso wichtige Frage: Wer im Raum ist eigentlich in der Lage, welchen dieser Schritte wirklich zu tragen? Und wo müssen wir bewusst Rollen besetzen oder stärken, die im Team unterrepräsentiert sind?
Ein Strategieteam, das sein TMP-Profil kennt, weiß schon beim Einstieg in Schritt 1, wo seine natürlichen Stärken liegen und wo es aktiv gegensteuern muss. Es kann den Strategieprozess nicht nur als inhaltliche Reise planen, sondern als Teamaufstellung, bei der jede Phase die richtigen Menschen in der Hauptrolle hat.
Das Ergebnis ist kein Zufall mehr. Es ist Komposition.